Erzbischof Schick für islamischen Religionsunterricht
Hoffnung auf Belebung des interreligiösen Dialogs.
Bamberg (kathnews). Erzbischof Ludwig Schick hat sich für die Ausbildung von islamischen Religionslehrern an deutschen Universitäten ausgesprochen. Der Vorsitzende der Kommission Weltkirche in der Deutschen Bischofskonferenz stellte zugleich klar, dass der islamische Religionsunterricht den Vorgaben des Grundgesetzes entsprechen müsse. Schick, der auch Erzbischof von Bamberg ist, äußerte die Hoffnung auf eine Belebung des interreligiösen Dialogs, die durch solche Ausbildungsmaßnahmen angestoßen werden könnte.
Die in Deutschland lebenden Muslime müssten sich dem gesellschaftlichen Diskurs stellen, forderte Schick. Eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe sei die Integration. Weiter erklärte er: „Integration ist das neue Wort für Friede in der Gesellschaft und für das Gemeinwohl“. Das gute Miteinander der Religionen sei ein wichtiger Baustein dafür. Als Voraussetzungen für islamischen Religionsunterricht betrachte er vor allem Deutsch als Unterrichtssprache, die Ausbildung der Lehrer an einer deutschen oder von Deutschland anerkannten Hochschule und einen vom Staat anerkannten Lehrplan, so Schick.
2. Februar 2010, 13:19