Den Zustand der Welt verbessern

Marx nimmt an Wirtschaftsforum teil.

Erzbischof Reinhard Marx (Foto: Erzbistum München und Freising)Davos (kathnews). In diesen Tagen kommen im schweizerischen Davos führende Kräfte von Industrie, Wirtschaft und Politik zusammen. Das diesjährige Weltwirtschaftsforum steht dabei unter dem Motto „Den Zustand der Welt verbessern: überdenken, umgestalten, wieder aufbauen“. Insgesamt werden 2.500 Teilnehmer zum Wirtschaftsforum erwartet, das unter hohen Sicherheitsvorkehrungen stattfindet. Der Luftkurort Davos ist die höchstgelegene Stadt Europas und die flächenmässig größte Gemeinde der Schweiz. Die Bundesrepublik Deutschland wird durch Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) und Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (ebenfalls FDP) vertreten. Unter den Teilnehmern ist auch Dr. Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising.

Neben diversen politischen und wirtschaftlichen Themen wird auch die Situation der Menschen in Haiti nach der Erdbebenkatastrophe ein Thema der Konferenz sein, heißt es in einer Pressemitteilung der Erzbischöflichen Pressestelle. Der Erzbischof wird an zahlreichen Diskussionsforen teilnehmen und aus Sicht der Katholischen Soziallehre über Marktwirtschaft, Ungleichheit und soziale Gerechtigkeit sowie die Behebung der moralischen Defizite des Kapitalismus sprechen.

Erzbischof Marx ist Vorsitzender der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen in der deutschen Bischofskonferenz. Er gilt als ausgewiesener Kenner der katholischen Soziallehre. 2008 erschien sein Buch „Das Kapital. Ein Plädoyer für den Menschen“, in dem er sich für die Weiterentwicklung der Sozialen Marktwirtschaft einsetzt. Er ist seit November 2007 Erzbischof von München und Freising. Vorher war er bereits Bischof der Diözese Trier und Weihbischof in Paderborn.

1979 Empfing er das Sakrament der Priesterweihe und wurde am 21. September 1996 durch Erzbischof Johannes Joachim Degenhardt zum Bischof geweiht. Der 55-jährige Westfale gilt als einer der profiliertesten Sozialethiker im deutschen Episkopat. Er ist stellvertretender Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz. Darüber hinaus ist er Präsident der Deutschen Kommission „Justitia et Pax“ und Großprior der Deutschen Statthalterei des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem.

[ Benjamin Greschner ]

28. Januar 2010, 08:50

© 2005 - 2012 by kathnews.de    |    Impressum