Papst mahnt zur Erhaltung der Schöpfung

Benedikt XVI. zum Welttag des Friedens.

Papst Benedikt XVI.Vatikan (kathnews). „Ich wünsche allen, dass das neue Jahr ein Zeitraum wird, in dem wir mit Gottes Hilfe dem Herrn entgegen gehen und so auch unser gemeinsames Haus, die Welt, ein bisschen besser machen können!“, sagte Papst Benedikt XVI. beim Angelus-Gebet am Welttag des Friedens, dem Hochfest der Gottesmutter Maria. Der Papst erinnerte in seiner Ansprache daran, dass die Bewahrung der Schöpfung eine „unerlässliche Bedingungen für den Frieden“ sei und rief zu einem Mentalitätswechsel auf. Ein solcher Mentalitätswechsel könne zu neuen Lebensstilen führen, so der Pontifex. Der Papst verwies vor diesem Hintergrund auch auf die Würde des Menschen.

Wörtlich sagte das Kirchenoberhaupt: „Wir sind alle verantwortlich für den Schutz und die Pflege der Schöpfung! Auf diesem Gebiet ist die Erziehung besonders wichtig: Es gilt, den Respekt der Natur zu lernen. Und wenn wir uns um die Schöpfung sorgen, wie viel mehr müssen wir dann auch Respekt für die Personen aufbringen – für das menschliche Leben“. Dabei appellierte der Heilige Vater insbesondere „an das Gewissen aller Menschen, die zu einer bewaffneten Gruppe gehören, ganz gleich welcher Art“.

Der Papst rief die Menschen zum umdenken aus und forderte, dass die Menschheit endlich den Weg der Gewalt verlassen möge. „Das mag im ersten Moment unmöglich erscheinen, aber wenn ihr den Mut dazu habt, dann wird Gott euch helfen, und ihr werdet spüren, wie in eure Herzen die Freude des Friedens einkehrt, die ihr vielleicht schon seit einiger Zeit vergessen habt“. Im Anschluss richtete Papst Benedikt XVI. traditionell seine Neujahrsgrüße an die anwesenden Gläubigen, aber auch an die Menschen in aller Welt, die das Angelus-Gebet über Funk und Fernsehen verfolgt haben.

Im Rahmen dieser Grußbotschaften richtete der Pontifex besonders herzliche Grüße an Giorgio Napolitano, Staatspräsident Italiens. Dieser hatte zuvor den Papst in seiner Neujahrsansprache am Silvesterabend ausdrücklich gegrüßt. Anschließend richtete der Papst besondere Grüße an eine Gruppe von Sternsingern aus dem Erzbistum Köln. Wörtlich sagte Benedikt XVI.: „Die Sternsinger zeigen uns mit ihrem Tun etwas ganz Wichtiges: Der Glaube will nämlich ausgesprochen und weitergesagt werden. Nur so bleibt er lebendig“.

[ Benjamin Greschner ]

1. Januar 2010, 14:37

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