Doktrinelle Gespräche werden gefilmt
Unterbringung im Domus Sanctae Marthae.
Paris (kathnews). Wie am vergangenen Montag in einer Radiosendung bekannt wurde, werden die doktrinellen Gespräche zwischen der Piusbruderschaft und dem Heiligen Stuhl per Videokamera aufgezeichnet. An der von „Radio Courtoisie“ in Paris ausgestrahlten Sendung nahmen Pater Gregoire Celier von der Piusbruderschaft, Abbé Guillaume du Tanouarn, Priester beim Institut von Guten Hirten, sowie Abbé Claude Barthe teil. Barthe spekulierte, die Gespräche würden womöglich aufgezeichnet, damit sich Papst Benedikt XVI. aus erster Hand informieren könne.
Die Verhandlungen würden Barthes Meinung nach zeigen, dass das Zweite Vatikanische Konzil kein faktisches „Dogma“ mehr sei und das eigentliche Lehramt der Kirche in einigen Jahren wieder „mit ganzer Kraft“ seine Aufgabe erfüllen werde können. Überzeugt zeigte er sich, dass es eine Einigung zwischen Rom und der Priesterbruderschaft St. Pius X. geben werde.
Pater Celier erklärte für die Piusbruderschaft, dass sich die Delegation in Zukunft je nach Notwendigkeit anders zusammensetzen könnte. Innerhalb der Bruderschaft gebe es, wie bereits bekannt wurde, eine Unterkommission, welche die offizielle Kommission unterstütze. Je nach zu behandeltem Themenbereich könnten Fachleute aus dieser Unterkommission hinzugezogen werden, um auf alle auftretenden Fragen antworten zu können.
Die Treffen fänden nicht in lateinischer Sprache statt; man arbeite vielmehr mit Simultandolmetschern, obwohl alle Teilnehmer Kenntnisse der französischen und der italienischen Sprache hätten. Die Delegation der Piusbruderschaft wurde im Domus Sanctae Marthae beherbergt, in dem auch die Kardinäle beim Konklave untergebracht waren. Die Delegierten der Piusbruderschaft zelebrierten ihre tägliche Messe im Petersdom, da die Hausaltäre alle in Verwendung gewesen seien.
Foto: Coleco
13. November 2009, 11:49