20 Jahre „Jugend für das Leben“

Großer Festakt in Linzer Redoutensälen.

Jugend für das LebenLinz (kathnews). Die österreichische Lebensschutzorganisation „Jugend für das Leben“ am 17. Oktober ihren 20. Geburtstag. Dem Festakt ging ein feierliches Pontifikalamt mit Bischof Dr. Dr. Klaus Küng von St. Pölten voraus. Seit den Anfängen der „Jugend für das Leben“ war er ein treuer Begleiter der Initiative. In seiner Predigt dankte der Bischof Gott für das Zeugnis der „Jugend für das Leben“ und bat um Gottes Segen für ihre weitere Arbeit. Anschließend zogen die etwa 200 Gäste in die Linzer Redoutensäle um. Weihbischof Laun, auch er von Anfang an ein Unterstützer der Jugendinitiative, verdeutlichte seine Botschaft zum Thema Lebensschutz mit einem an die Politik des römischen Reiches angelehnten Satz: „Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die Fristenlösung abgeschafft werden muss.“

Der Vorsitzende der „Jugend für das Leben“, Tobias Beier blickt in seiner Rede auf die noch relativ junge Vergangenheit zurück: „Die Leistungen der letzten 20 Jahre sind uns, der neuen ‚Jugend für das Leben‘-Generation, ein großes Vorbild.“ Weiter erklärte er: „Das Mammut-Projekt Lebensschutz ist möglich, wenn sowohl Jugendliche als auch Erwachsene alles in ihrer Macht stehende tun, um für das Recht auf Leben der ungeborenen, alten, schwachen und behinderten Menschen einzutreten.“

Der renommierte Bioethik-Experte Stefan Rehder, als Journalist und Publizist tätig, wagte in seiner Ansprache einen Ausblick auf die Herausforderungen des Lebensschutzes in den nächsten 20 Jahren. Er warnte unter anderem vor dem sich in der Wissenschaft etablierendem Transhumanismus. Der Transhumanismus sei eine philosophische Denkrichtung und aktive Bewegung, die eine Veränderung der menschlichen Spezies durch den Einsatz technologischer Verfahren befürworte. Aldous Huxley’s schöne neue Welt wäre spätestens dann bittere Realität.

[ Martin Bürger ]

30. Oktober 2009, 17:07

© 2005 - 2012 by kathnews.de    |    Impressum