Alois Glück bald Präsident des ZdK?
CSU-Politiker ist aussichtsreichster Kandidat.
Bonn (kathnews). Der Hauptausschuss des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken (ZdK) hat den CSU-Politiker und früheren bayerischen Landtagspräsident Alois Glück zum Kandidaten für das Amt des ZdK-Präsidenten vorgeschlagen. Ferner wurde bekannt, dass der nordrhein-westfälische Integrationsminister Armin Laschet (CDU) für das Amt des Vizepräsidenten zur Verfügung steht. Nach einer Meldung der deutschen Katholischen Nachrichtenagentur (KNA) habe Alois Glück einer Kandidatur für das höchste Amt im Zentralkomitee der Deutschen Katholiken bereits zugestimmt.
In dem Bericht der KNA heißt es, dass nicht nur die Verantwortlichen im Zentralkomitee davon überzeugt seien, das Alois Glück ein geeigneter Kandidat sei. Es gebe auch seitens der deutschen Bischöfe positive Signale bezüglich einer Kandidatur Alois Glücks. Dies bestätigte die Pressestelle der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) gegenüber unserer Redaktion. In einer Stellungnahme der DBK gegenüber Kathnews heißt es: „Der ständige Rat hat kürzlich über die Frage eins künftigen ZdK-Präsidenten gesprochen, daher können wir die Einschätzung des ZdK von uns aus bestätigen“.
Im Frühjahr hatte es erhebliche Differenzen zwischen der Bischofskonferenz und Vertretern des katholischen Laiengremiums gegeben. Damals hatte das deutsche Episkopat die Kandidatur des hessischen Politikers Heinz Wilhelm Brockmann untersagt. Damit zogen die Bischöfe die Konsequenz aus Brockmanns zweifelhaftem Engagement für die umstrittene Organisation „Donum Vitae“. Er kündigte unterdessen an, dass er auf eine weitere Kandidatur verzichte und sich für Alois Glück einsetzen werde.
Alois Glück wurde am 24. Januar 1940 in Hörzing in der Nähe von Traunstein geboren. Sei 1970 war der gelernte Landwirt Abgeordneter des bayerischen Landtags. Seit 1983 ist er Mitglied des ZdK, engagiert sich ehrenamtlich für Bergwachten im Freistaat Bayern und ist Mitglied des dem CVJM nahestehenden Vereins ProChrist.
4. September 2009, 16:40