Priesterjahr und Paulusjahr verbinden

Erzbischof Schick startet Priesterjahr in Bamberg.

Brustkreuz (Foto: Schipp)Bamberg (kathnews). Im Rahmen eines Dankgottesdienstes mit Priesterjubilaren seiner Diözese hat Erzbischof Ludwig Schick das Priesterjahr eingeleitet. „Zentrum des Priesterjahres soll die Dankbarkeit für die Priester sein. Die Dankbarkeit macht den Wert des priesterlichen Lebens für die Kirche und die Gesellschaft deutlich, fördert die Einsatzbereitschaft sowie Heiligkeit der Priester und ist die beste Werbung für Priesterberufe“, erklärte Schick. Das Priesterjahr sei gut in Kontinuität zum kürzlich zu Ende gegangenen Paulusjahr zu verstehen. Die Kirche brauche Priester wie Paulus, „die ‚in und für Christus’ leben, die missionarisch ausgerichtet sind und die mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern lebendige Gemeinden aufbauen“. So sei zum Beispiel der hl. Pfarrer von Ars das Paradebeispiel eines paulinischen Priesters. Die ganze Kirche und besonders die Priester sollten mehr aus der Heiligen Schrift und besonders den Evangelien leben. „Die Vision und Mission der Kirche aller Zeiten sei allein: Jesus Christus.“

Nach den Worten des Erzbischofs bestehe die Mission Jesu darin, die Menschen zum Glauben an den guten Gott zu führen und Akzeptanz und Liebe der Menschen zueinander zu fördern, die besonders die Kranken, die am Rand der Gesellschaft Stehenden, die Menschen mit Behinderungen und Handicaps, die Fremden und Leidenden einschließe. „Wir müssen Jesus Christus ähnlich werden im Leben, Beten und Arbeiten“.

Die Evangelien und die Paulusbriefe verkündeten zwar Unsicherheit, Mühen und Sorgen im Dienst für die Kirche, doch sei in allem der Herrn dabei und gehe mit. Die Menschen mit ihren Charismen und Berufungen seien das Wesentliche in der Kirche, die Strukturen seien subsidiär. Sie sollten helfen, den Menschen zu helfen und zu wirken. „Die Kirche hat im Laufe der vergangenen 2000 Jahre immer neu ihre Strukturen verändert.“ Das habe immer die Priester in ihrer täglichen Gemeindearbeit und Seelsorge mitbetroffen und doch sei das Wesentliche gleich geblieben, nämlich die Ausrichtung auf Jesus Christus. Die Vision und Mission habe immer gelautet: Beten wie Jesus, die Menschen lieben wie er, die Menschen auf ihn ausrichten und mit ihm auf Gott, damit sie in Hoffnung und Liebe leben könnten.

Schick sagte weiter: „Das Wesentliche der Kirche sind die Menschen, die Christus beruft, seine Kirche zu bilden. Sie müssen wir sehen und empfangen. Sie haben Charismen und sollen sie leben. Die Priester müssten mit ihren Charismen und Berufungen das Herz der Kirche bilden und sich als gute Hausverwalter Christi einsetzen.“

[ Martin Bürger ]

10. Juli 2009, 13:06

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