Ein Leben für die Kranken und Schwachen
Am 23. Juni gedenkt die Kirche mit Peter Friedhofen eines Seligen, der als Ordensgründer zu einem Pionier der christlichen Nächstenliebe wurde. Geboren wurde Friedhofen 1819 in der rheinland-pfälzischen Kleinstadt Weitersburg bei Koblenz. Schon früh verlor der junge Peter Friedhofen seine Eltern und lernte, was es heißt, Verantwortung übernehmen zu müssen. In diesem Bewusstsein gelang es ihm später, eine Idee zu verwirklichen, deren Früchte noch heute von großer Bedeutung für Kirche und Gesellschaft sind. Dazu später mehr.
Nachdem unser Seliger den Beruf des Schornsteinfegers erlernte, war er einige Zeit lang in diesem Beruf tätig. Als dann plötzlich sein Bruder Jakob verstarb, war es Peter Friedhofen, der sich um seine verwitwete Schwägerin und die elf Kinder des Paares kümmerte. Aufopferungsvoll und mit großer Hingabe sorgte er um die Familie des verstorbenen Bruders. In dieser Zeit gründete er bereits in zahlreichen Pfarreien und Gemeinden des Bistums Trier Bruderschaften zu Ehren des Heiligen Aloisius. Die Bruderschaften folgten einer Regel, die Peter Friedhofen verfasste und vom Bischof der Diözese Trier genehmigen lies.
Kurze Zeit später gründete Friedhofen die Ordensgemeinschaft der „Barmherzigen Brüder von Maria Hilf“. Die Kongregation wurde 1851 kirchenrechtlich anerkannt und war ab 1851 in Koblenz am Rhein tätig, wo sich die Ordensbrüder hauptsächlich in der ambulanten Krankenpflege und in der Sorge um die Ärmsten der Armen bemühten. Bereits ab 1853 war die Gemeinschaft in weiteren deutschen Städten tätig und begann kurz darauf ihr internationales Engagement.
Peter Fridhofen selbst leistete Großartiges bei der geistigen Prägung und Formung der Novizen. Demut, Fleiß, Bescheidenheit und Gottvertrauen waren prägende Elemente seiner Spiritualität. Dabei war ihm besonders die glühende Verehrung der jungfräulichen Gottesmutter Maria ein besonderes Anliegen. Besonders der tiefen und liebenden Verehrung Mariens kann es zugeschrieben werden, dass sich die Ordensgemeinschaft der Barmherzigen Brüder von Maria Hilf über die Jahrzehnte hinweg rasch ausbreitete, vergrößerte und heute noch auf dem Bereich der Krankenpflege tätig ist.
Dabei ist das Leben des Gründers nicht nur ein Maßstab für das Leben eines jeden Ordensmannes, der sich heute in den Dienst dieser Gemeinschaft stellt. Vielmehr ist es ein Ansporn für jeden Christen, sich in glühendem Eifer um die Verehrung der Allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria zu bemühen um die großen Gnaden zu empfangen, die die Gottesmutter 1917 in Fatima prophezeit hat.
22. Juni 2009, 19:18