Von der Muttergottes lernen

Erzbischof Ludwig Schick über den Marienmonat Mai.

MuttergottesBamberg (kathnews). Zu Beginn des Marienmonats Mai betonte der Bamberger Erzbischof Dr. Ludwig Schick bei seiner heutigen Predigt in der Wallfahrtskirche Gügel, Maria, die Mutter und erste Erzieherin Jesu, mache darauf aufmerksam, „dass die Mütter die ersten und wichtigsten Zeugen des Glaubens für die nachfolgende Generation“ seien. In diesem Sinne lade die Muttergottes alle Frauen ein, sich ihrer Aufgabe neu bewusst zu werden und ihren Kindern, Enkeln und allen Anvertrauten den Weg zu Christus zu zeigen.

Angesichts der drastisch zurückgehenden Zahl der Katholiken forderte Schick zum Gebet und zu Mission, Evangelisation und Glaubensweitergabe auf: „Maria leitet auch dazu an, sich für das Richtige zu entscheiden und es zu tun.“ Als „Patronin, Beschützerin und Helferin unseres Landes und seiner Bewohner“ verpflichte sie alle, sich stärker für den aktiven, vorbildlich gelebten Glauben einzusetzen. Von der Muttergottes ginge sowohl eine Einladung als auch eine Verpflichtung an uns, mehr das Evangelium zu lesen und zu betrachten, mehr Geistliches in Büchern und den Medien zu suchen: „Da gibt es viel mehr als man denkt. Wir müssen uns nur mehr darüber informieren und wieder mehr über den Glauben sprechen, mehr Gottesdienst mitfeiern und beten“, so der Erzbischof.

Ferner forderte Schick die Mächtigen des Landes dazu auf, für das gesellschaftliches Leben, wo Menschenwürde, christliche Werte und Tugenden herrschen müssten, „ehrfürchtig zu beten“. Nur wer vor Gott die Knie beuge, könne aufrecht stehen und sich geradlinig für Menschenwürde, Werte und Tugenden in Familie, Politik und Gesellschaft einsetzen. Echte Frömmigkeit sei die Quelle für Menschenfreundlichkeit, Güte, Barmherzigkeit und Liebe, vor allem zu den Armen. Hier auf Erden dürften die Menschen das Leben nicht verspielen. Das Ziel solle vielmehr sein, dass unser Leben in der Vollendung von Gott gekrönt werde.

[ Martin Bürger ]

1. Mai 2009, 19:50

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