Subdiakonatsweihen abgesagt
Weihen der Piusbruderschaft von Zaitzkofen nach Ecône verlegt.
Zaitzkofen (kathnews). Die Piusbruderschaft hat die für Samstag, 28. März 2009, im Priesterseminar von Zaitzkofen geplanten Subdiakonatsweihen abgesagt. In einem Kommuniqué teilte der Generalobere Weihbischof Bernard Fellay mit, man habe die Weihen auf Bitten des Heiligen Stuhls verlegt. Sie werden nun am selben Tag im Seminar in Ecône (Schweiz) gespendet werden. Die Entscheidung für eine Verlegung der Weihen wurde von der Piusbruderschaft als „eine Geste der Beruhigung nach der Aufhebung der ungerechten Verurteilungen, die auf den Bischöfen der Bruderschaft lastete, und den aggressiven Reaktionen, die daraufhin erfolgten“.
Kritik übte Bischof Fellay an den deutschen Bischöfen: „Wir sind in besonderer Weise abgestoßen von der Haltung des deutschen Episkopates, der nicht aufhört, seine Feindlichkeit uns gegenüber auszudrücken, die jeder Nächstenliebe entbehrt und fortlaufend Unterstellungen vorbringt.“ Gleichzeitig räumte der Generalobere die „in Bezug auf das Kirchenrecht“ unvollkommene Lage der Bruderschaft ein. Dies sei jedoch „untrennbar“ mit der aktuellen Kirchenkrise und dem dadurch entstandenen Notstand verbunden.
„Die übrigen Weihen werden wie vorgesehen stattfinden; es stand niemals zur Debatte sie zu unterlassen“, erklärte Fellay weiter. Die Bruderschaft halte sich an den im Dekret, welches die Aufhebung der Exkommunikation der vier Weihbischöfe der Piusbruderschaft feststellte, vorgesehenen Zeitplan mit doktrinellen Gesprächen über das Zweite Vatikanische Konzil. Abschließend versicherte der Generalobere erneut, dass man weiterhin für Papst Benedikt XVI. beten werde, „damit diese doktrinalen Gespräche das Licht der ganzen Wahrheit erstrahlen lassen mögen.“
24. März 2009, 16:49