Neues zu Pfarrfusionen im Bistum Aachen
Im Bistum Aachen wurden die letzten Entscheidungen Pfarrfusionen getroffen.
Aachen (kathnews). Bischof Heinrich Mussinghoff hat die Pfarreien über die zuvor noch ausstehenden Entscheidungen bezüglich der Auflösung und Vereinigung von Pfarreien des Bistums Aachen getroffen. Dabei ging es hauptsächlich um die zukünftigen Namen der fusionierten Pfarreien sowie um die Bestimmung der jeweiligen Pfarrkirche. Seine Entscheidung gründete Mussinghoff auf den Empfehlungen des Priesterrats, welche dieser Mitte März 2009 abgegeben hatte.
Dem Aachener Bischof zufolge stehe in einigen Fällen die Klärung des zukünftigen Namens der Pfarreien noch aus. Die von den Fusionen betroffenen Pfarreien hatten bis zum 15. Februar die Gelegenheit, dem Aachener Bischof eine Stellungnahme mit Wünschen zur Namensgebung abzugeben. Nicht wenige Pfarreien hätten eine gemeinsame Stellungnahme eingereicht, da sie zukünftig auch zu einer Pfarrei zusammengefasst sein werden. Einige Namensvorschläge für die neu entstehenden Pfarreien musste Mussinghoff ablehnen, weil sie keine Namen von Heiligen ausgewählt hatten. Dies könne bis zum 30. Juni 2009 korrigiert werden.
Die Pfarrfusionen im Bistum Aachen seien Teil eines „umfangreichen Umgestaltungsprozesses der Kirche am Ort“, heißt es von Seiten des Bistums. Demnach wird es spätestens ab dem 1. Januar 2010 statt 524 nur noch 415 Pfarreien geben. Die überwiegende Zahl der auf Anordnung des Bischofs zusammenzuführenden Pfarreien liege im städtischen und randstädtischen Bereich. Von den Fusionen verspricht sich die unter massivem Priestermangel leidende Diözese eine bessere Handlungsfähigkeit der Gemeinschaften der Gemeinden. Nach dem Rahmenplan zur Umgestaltung der Kirche am Ort haben die Pfarreien die Möglichkeit, sich zwischen der Gründung eines Kirchengemeindeverbandes oder der Errichtung einer vereinigten Pfarrei zu entscheiden. Das letzte Wort liegt jedoch bei Bischof Mussinghoff.
23. März 2009, 16:45