Scharfe Kritik an Berichterstattung über Papst
Bischof Hofmann geht mit F.A.Z.-Journalismus schwer ins Gericht.
Würzburg (kathnews). In einem Leserbrief an die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (F.A.Z.) hat sich der Würzburger Bischof Friedhelm Hofmann sehr enttäuscht über deren Medienberichterstattung bezüglich des Papst-Briefes an die Bischöfe gezeigt. Dabei bezieht sich Bischof Hofmann konkret auf Artikel von Daniel Deckers („Unvorhersehbare Pannen“, F.A.Z. vom 12. März) und Patrick Bahners („Ein Papst beschwert sich über den Lärm“, ebenda).
Der Würzburger Bischof schreibt wörtlich in dem heute erschienenen Leserbrief: „Es ist beschämend, mit welcher Arroganz Deckers meint, den Lebensweg des Heiligen Vaters etikettieren zu können“.
Der F.A.Z.-Journalist Daniel Deckers, der für die Berichterstattung über die katholische Kirche zuständig ist, bezeichnete die Jahre Benedikts XVI. als Erzbischof von München und Freising als kurze, glücklose und erfolglose Amtszeit. Auch als Präfekt der Glaubenskongregation hätte der damalige Kardinal Ratzinger vieles getan, „was eher auf persönlicher Überzeugung beruhte“.
Bischof Hofmann wertet diese Darstellung der Papst-Biographie wie die Ausführungen über den Brief an die Bischöfe, der die Rücknahme der Exkommunikationsdekrete der vier Piusbruderschaftsbischöfe thematisiert, klar als „anmaßend“. Weiter sei es zutiefst unverständlich, warum die Initiative Benedikt XVI. für die Einheit der Kirche verurteilt werden würde.
Er selber sieht Papst Benedikt als einen der „größten Theologen und Päpste der Kirche“ und charakterisiert den Brief des Papstes als „ungewöhnliche, sehr persönliche [Äußerung] zu den Irritationen um die Aufhebung der Exkommunikation der vier Bischöfe der Pius-Bruderschaft“.
Papst Johannes Paul II. hatte 2004 den gebürtigen Kölner zum Bischof von Würzburg erhoben.
21. März 2009, 14:12