Perpetua und Felicitas, bittet für uns!

Hl. PerpetuaAm 7. März gedenkt die Kirche zwei Frauen, die ihr Leben für den Glauben an Jesus Christus gelassen haben und dafür die Krone der Heiligkeit erlangt haben: Perpetua und ihre Sklavin Felicitas. Beide wurden verhaftet, weil sie sich zum Christentum bekehrten und sich auf den Empfang der heiligen Taufe vorbereiteten. In der überlieferten Heiligenvita heißt es, dass Perpetua ihren kleinen Sohn mit ins Gefängnis nahm. Dort empfingen beide das Sakrament der Taufe. Zuvor versuchte ihr Vater sie vom Empfang der Taufe abzuhalten. Er soll sie bittend und flehend ersucht haben, diesen Schritt nicht zu gehen. Teileweise sei sie sogar von ihrem Vater geschlagen worden, damit sie von der Taufe ablasse, so die Berichte aus ihrer Zeit.

Nach ihrer Zeit im Kerker wurde Perpetua gemeinsam mit ihrer Sklavin Felicitas und weiteren Christen im Rahmen einer Vorführung, die Kaiser Septimus Severus zum Geburtstag seines Sohnes abhalten ließ, den wilden Tieren vorgeworfen. So die Chronisten. Dabei sollen Perpetua und ihre Gefährten schwer verletzt worden sein. Weiter heißt es in der Legende, dass Perpetua kurz nach den Attacken der wilden Tiere zunächst ihre Frisur richtete, da sie davon überzeugt war, dass sie nicht ungepflegt oder mit traurigem Gemüt vor den Richterstuhl Christi treten dürfe.

Kurz darauf wurde sie ihrem Henker vorgeführt, der sie hinrichten sollte. Dieser erwies sich bei der Ermordung Perpetuas jedoch als unerfahren und schien nicht in der Lage, die Hinrichtung eigenmächtig durchzuführen. Selbst in der dieser ausweglosen Situation hatte Perpetua nur ein Ziel vor Augen: die himmlische Herrlichkeit. Die Legende überliefert uns, dass unsere Heilige ihrem Henker zur Hilfe eilte und ihn dabei unterstützte, ihre Kehle durchzuschneiden. Gemeinsam mit Perpetua erlitten auch Saturus, Vivia, Saturinus, Revocatus und Secundolus das Martyrium. Ihrer gedenkt die heilige Kirche ebenfalls am 7. März.

Es ist beeindruckend, mit welch kindlichem Gehorsam die hl. Perpetua ihren Weg beschritten hat. Nichts und niemand konnte sie von Ihrer Liebe zu Christus und ihrer Ganzhingabe an ihn, den König, abhalten. Weder ihr Vater, der seine eigene Tochter schlug, noch die Verhöhnung durch den römischen Kaiser und die breite Öffentlichkeit konnten Perpetua und ihre Gefährten von der Kirche Christi trennen. Den eigenen Tod vor Augen, schwere Schmerzen erleidend und den bestialischen Attacken wilder Tiere ausgeliefert, bekannte Perpetua stets, was sie in ihrem tiefsten Herzen glaubte: „Jesus Christus ist der Herr, zur Ehre Gottes des Vaters“. (Phil 2,11).

Nehmen wir Perpetua, Felicitas und alle Märtyrer zum Vorbild unseres eigenen Glaubenslebens und unserer eigenen Christusnachfolge. Im Vertrauen auf die göttliche Barmherzigkeit und die übergroße Gnade unseres Herrn sind wir in der Lage, uns auch den heutigen Schmähungen und Angriffen zu widersetzen, denen wir tagtäglich ausgesetzt sind. In unseren Breitengraden ist es weniger die körperliche, physische Gewalt, die den Christen droht. Doch sind gerade die Beleidigungen und Verleumdungen des Glaubens und der Kirche im einst christlichen Europa besonders ausgeprägt. Nehmen wir also das Kreuz auf uns und folgen wir Christus nach, in dem wir uns unseres Bekenntnisses und unserer Liebe zu ihm stets bewusst sind und bekennen: „Christus vincit, Christus regnat, Christus, imperat!“.

[ Benjamin Greschner ]

7. März 2009, 16:26

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