FSSPX: Williamson verlässt Argentinien

Bruderschaft bestätigt bevorstehende Ausreise.

Weihbischof Richard WilliamsonBuenos Aires (kathnews). Wie Radio Vatikan berichtet, habe die Priesterbruderschaft St. Pius X. mitgeteilt, dass Weihbischof Richard Williamson Argentinien verlassen werde. In welches Land er ausreise, werde die Priesterbruderschaft in Europa entscheiden, heißt es in dem Bericht. Am Donnerstag der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass die argentinische Regierung dem Weihbischof eine Frist von zehn Tagen setzt, um das Land zu verlassen. Anderenfalls droht Williamson die Ausweisung aus Argentinien. Kathnews berichtete. Am Wochenende berichteten dann zahlreiche Medien, dass Weihbischof Williamson untergetaucht sei, um der Abschiebung durch die argentinische Regierung zu entkommen.

Unterdessen droht Williamson in Europa neuer Ärger. Die „Internationale Liga gegen Rassismus und Antisemitismus“ werde in den kommenden Tagen in Frankreich Anzeige gegen Weihbischof Richard Williamson erstatten, meldet die französische Tageszeitung „Le Figaro“. Seit 1990 steht in Frankreich die Leugnung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit unter Strafe. Richard Williamson drohen in Frankreich bis zu einem Jahr Haft oder hohe Bußgelder. Eine Einreise Williamsons nach Frankreich scheint also eher unwahrscheinlich.

Auch ein künftiger Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland gilt als ausgeschlossen, da die Staatsanwaltschaft Regensburg bereits ein Ermittlungsverfahren gegen den 68-jährigen Geistlichen eingeleitet hat. In Deutschland ist die Leugnung des Holocaust gemäß § 130 des Strafgesetzbuches eine Straftat. Auch in Österreich, dem Fürstentum Liechtenstein und der Schweiz drohen empfindliche Strafen für die Leugnung der Verbrechen des Naziregimes.

[ Benjamin Greschner ]

23. Februar 2009, 11:18

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