Vatikan: “Ein Zeichen für die Zukunft”

Lombardi lobt Mut des Papstes.

Hl. Apostelfürst Petrus (Foto: B. Greschner)Vatikan (kathnews). Als ein „Zeichen für die Zukunft“ bezeichnete Vatikansprecher Federico Lombardi die Aufhebung der Exkommunikationen der vier Weihbischöfe Bernard Fellay, Alfonso de Galerreta, Bernard Tissier de Mallerais und Richard Williamson. „Die dargebotene Hand des Papstes ist und bleibt für uns alle eine erstaunliche Geste des Mutes.“, so Lombardi gegenüber Radio Vatikan. Die momentanen Schwierigkeiten zeigen, dass „der Weg der ökumenischen Einheit“ schwierig und lang sei, so Lombardi weiter. In diesen Zeiten merke man, welchen Preis die Christen für Ihre Einheit zahlen müssten.

Der Papst habe bewiesen, wie wichtig es ihm schien, für die Einheit der Kirche zu arbeiten, so Lombardi. Dabei sei der Papst auch bereit gewesen, Risiken auf sich zu nehmen. Lombardi weiter: „Diese Risiken bestanden auch darin, dass Vieles vor dem Beschluss nicht klar und unbekannt war. Gerade deswegen ist diese Geste ein Appell an uns alle. Das gilt insbesondere für die Mitarbeiter des Papstes wie für jegliche Mitglieder der Kirche. Wir müssen dem Papst in solchen Fällen nicht im Stich lassen, wenn es darum geht, Schwierigkeiten zu meistern“.

In solch schwierigen Zeiten könne man jedoch stets dazulernen: „Das gilt für alle Betroffenen des ökumenischen Dialogs. Jeder soll in Bescheidenheit und Bereitschaft diesen Weg aufsuchen, um die Einheit erreichen zu können. Jede Krise bietet die Möglichkeit, einen Schritt weiterzukommen und neue Erkenntnisse zu gewinnen“. Er betonte, dass dieser Weg nicht dazu führen wird, dass die Kirche an macht gewinnt, vielmehr aber dazu, dass die Kirche sich zu einer Kirche der Liebe und Vergebung wandle. Dabei unterstrich er, dass es in dieser Kirche keine Gegensätze zwischen dem II. Vatikanischen Konzil und der kirchlichen Tradition geben könne.

[ Benjamin Greschner ]

7. Februar 2009, 17:06

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