Neuer Weihbischof für Linz
Pfarrer Gerhard Maria Wagner wurde zum Weihbischof in Linz ernannt.
Linz (kathnews). Um 12:00 Uhr wurde im Pressebulletin des Heiligen Stuhls die Ernennung von Pfarrer Gerhard Maria Wagner zum Weihbischof des österreichischen Bistums Linz bekanntgegeben. Nach Angaben der Diözese Linz werde die Weihe des neuernannten Weihbischofs voraussichtlich bereits am 22. März 2009, dem vierten Fastensonntag, durch Diözesanbischof Ludwig Schwarz im Linzer Mariendom vorgenommen. In einer ersten Stellungnahme äußerte Schwarz seine Freude darüber, dass er durch den Papst einen Weihbischof erhalten habe, „der für mich und für die Diözese, wie ich es hoffe und wünsche, eine echte Hilfe sein wird“.
Gerhard Maria Wagner wurde am 17. Juli 1954 als Sohn einer Arbeiterfamilie in Wartberg ob der Aist in Oberösterreich geboren und absolvierte dort die Volksschule. Danach besuchte er das Collegium Petrinum, das er im Jahr 1972 mit der Matura abschloss. Anschließend studierte er in Linz und Rom Philosophie und Theologie und empfing am 10. Oktober 1978 in Rom das Sakrament der Priesterweihe.
Von 1978 bis 1979 wirkte Wagner als Kaplan in Bad Zell, bevor er für fünf Jahre nach Bad Ischl versetzt wurde. Im Jahr 1984 wurde Wagner dann Kooperator in Marchtrenk und freigestellt für ein weiterführendes Studium der katholischen Dogmatik in Rom. Seinen Abschluss fand das Studium im Doktorat der Theologie. Seit 1988 ist Gerhard Wagner als Pfarrer in Windischgarsten tätig gewesen.
Bischof Schwarz betonte die besonderen Fähigkeiten seines neuernannten Hilfsbischofs: „Durch sein Studium in Rom ist er in der Theologie gut beheimatet und bringt aufgrund seines langjährigen Wirkens als Kaplan und Pfarrer eine reiche pastorale Erfahrung mit. Mit großer Liebe widmet er sich vor allem den Kindern und Jugendlichen. Er liebt die Kirche und dient mit Hingabe und Engagement.“ Er heiße den neuen Weihbischof in Linz herzlich willkommen und bitte alle Gläubigen, ihn mit der gebührenden Offenheit anzunehmen.
Wie die Diözese Linz mitteilte, hatte Wagner in Windischgarsten zu vielen Menschen gute seelsorgliche und freundschaftliche Beziehungen. Wagner beziehe klar Stellung zu aktuellen Fragen und nehme dabei kein Blatt vor den Mund. Andererseits über er auch offene Kritik, wenn es seiner Meinung nach angebracht sei. Mit Jugendlichen und Erwachsenen veranstalte er immer wieder Ausflüge und Wallfahrten, auch in andere Länder. Technischen Weiterentwicklungen wie dem Mobiltelefon und dem Internet schenke Wagner immer schon große Aufmerksamkeit und nutze sie für die Verkündigung. In seiner „knapp bemessenen“ Freizeit betätige er sich vor allem beim Bergsteigen und Skifahren.
31. Januar 2009, 14:29