Für die Einheit der Christen

Der Papst hat zum Einsatz für die sichtbare Gemeinschaft aller Christen ermutigt.

Papst Benedikt XVI.Vatikan (kathnews). Papst Benedikt XVI. unterstrich am Freitag, 30. Januar 2009, angesichts einer von Konflikten und Spaltungen gekennzeichneten Welt die Dringlichkeit einer sichtbaren Einheit der Christen. Den Anlass für die Ansprache des Heiligen Vaters bildete die Versammlung der Gemischten Internationalen Kommission für den Theologischen Dialog zwischen der katholischen Kirche und den orthodoxen orientalischen Kirchen. Das Oberhaupt der katholischen Kirche empfing im Vatikan zahlreiche Teilnehmer aus beiden Kirchen. Bei den orthodoxen orientalischen Kirchen handelt es sich um einige Kirchen, die sich im Jahr 451 von der Weltkirche trennten, weil sie einige Lehren des Allgemeinen Konzils von Chalcedon nicht annahmen.

Der Papst bekräftigte in seiner Ansprache, dass die Welt ein sichtbares Zeichen für das Geheimnis der Einheit benötige. Der theologische Dialog sei unabdingbar, um in Anbetracht der gewaltigen Herausforderungen unserer Zeit die Spaltungen zu überwinden und in diesem Sinne die Einheit der Christen zu bezeugen. Papst Benedikt warf in diesem Zusammenhang einen Blick auf die problematische Situation im Nahen Osten, die erkennen lasse, dass man inmitten einer von Spaltungen, Kriegen und großem Leiden der Menschen geprägten Welt lebe und „der Samen wahrer Hoffnung“ bedürfe.

Die Gläubigen seien gleichsam dazu verpflichtet, Einsatz für die Sichtbarkeit der Dimension der kirchlichen Gemeinschaft zu zeigen, so der Heilige Vater. Die Tatsache, dass der Dialog zwischen der katholischen Kirche und den orthodoxen orientalischen Kirchen im Lauf der vergangenen Jahre stetig fortgesetzt worden sei, bezeichnete er als ein „Zeichen der Hoffnung und der Ermunterung“.

Rückblickend auf die vor kurzem zu Ende gegangene Gebetswoche für die Einheit der Christen erinnerte Papst Benedikt an die Bedeutung des heiligen Paulus. Gerade dieser Heilige sei „der erste Verteidiger und Theologe der Einheit der Kirche gewesen“ und setzte sich stets dafür ein, „unter den Jüngern Christi eine sichtbare und wirkliche Gemeinschaft aufrechtzuerhalten“, erklärte das Kirchenoberhaupt.

31. Januar 2009, 11:04

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