Reise ins Heilige Land ungewiss

Spekulationen über Besuch des Heiligen Vaters.

Flagge IsraelsVatikan/Jerusalem (kathnews). Die Entwicklung um Gaza wirft auf die im Mai geplante Pilgerreise Papst Benedikts einen Schatten. Bisher verhält sich der Vatikan äußerst zurückhaltend, was die Planung der Reise in die Heimat Jesu angeht. Auch auf Spekulationen der israelischen Presse nach dem Charakter der Reise ließen die vatikanischen Pressestellen keine Informationen über Daten und Details nach Außen.

Israelische Zeitungen zitieren den Weltvorsitzenden des “Keren Kayemeth LeIsrael” (KKL/Jüdischer Nationalfonds) Efi Stenzler nach einer Begegnung mit dem Papst mit den Worten, Benedikt XVI. hoffe sehr, dass die Reise ins Heilige Land realisiert werden könne. Dieser Hinweis ist ein weiteres Indiz dafür, dass die Israel-Reise längst noch nicht beschlossene Sache ist.

Beim heutigen Angelus-Gebet nahm der Heilige Vater wieder die Gelegenheit wahr gegen die „unglaubliche Gewalt“ im Nahen Osten zu appellieren und verurteilte sie eindringlich. Gleichzeitig forderte er dazu auf, den Hoffnungsschimmer des Waffenstillstands weise zu nutzen, um dauerhafte Friedenslösungen zu erreichen. Kathnews berichtete.

Doch wie WELT ONLINE berichtete, sind trotz der einseitig erklärten Waffenruhe durch Israel wieder Raketen militanter Palästinenser in der israelischen Grenzstadt Sderot eingeschlagen. Zudem kam es Augenzeugenberichten nach zu Folge zu Gefechten zwischen Palästinensern und israelischen Soldaten im Norden des Gaza-Streifens. Mit einem schnellem Ende der Gewalt ist nicht zu rechnen.

So bleibt auch die Papstreise im Ungewissen. Allemal handelt es sich dabei um ein äußerst riskantes Reiseprojekt, mit dem der Papst aber auch ein mutiges Zeichen setzen könnte.

[ Franz Jakob Schipp ]

18. Januar 2009, 17:21

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