Papst: Waffenstillstand ist Hoffnungsschimmer

Papst Benedikt betete mit tausenden Pilgern den Angelus.

Papst Benedikt XVI.Vatikan (kathnews). Beim Angelusgebet auf dem Petersplatz hat Papst Benedikt XVI. wiederholt zum Frieden im Nahen Osten aufgerufen. Nach wie vor verfolge das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche den Konflikt im Gazastreifen mit Sorge. Ferner lud Papst Benedikt alle Christgläubigen zum Gebet für die Menschen, welche sich um Frieden bemühten, ein. Er hoffe „inständig, dass man weise den Hoffnungsschimmer des Waffenstillstandes nutzen wird, um dauerhafte Friedenslösungen zu erreichen.“ Im Heiligen Land sei „Platz für alle“.

Auch heute wolle er „dem Herrn die Hunderten von Kindern anempfehlen, die alten Menschen, die Frauen, die unschuldig zu Opfern dieser unglaublichen Gewalt geworden sind, die Verletzen und diejenigen die ihre Familienangehörigen beweinen und die ihr Hab und Gut verloren haben“, erklärte der Heilige Vater. Außerdem erinnerte er an den Weltmigrantentag, der am Sonntag begangen wird, sowie an das Weltfamilientreffen in Mexiko und die am heutigen Sonntag beginnende Gebetswoche für die Einheit der Christen.

Abschließend begrüßte Papst Benedikt die Pilger in der Sprache seines Heimatlandes: „Einen frohen Gruß richte ich an alle deutschsprachigen Pilger und Besucher.“ Im heutigen Sonntagsevangelium ginge es um die Berufung der ersten Apostel, die von Johannes dem Täufer auf Christus aufmerksam gemacht werden. Jeder der Männer sei bei dieser Begegnung von Christus selbst zur Nachfolge berufen worden. Weiter sagte der Heilige Vater: „Freudig wollen auch wir Christus nachfolgen, das heißt bei Ihm bleiben und mit Ihm in eine Lebensgemeinschaft eintreten. Dann möchte ich noch daran erinnern, dass heute Weltgebetsoktav beginnt, die bis zum nächsten Sonntag – Fest der Bekehrung Pauli – dauert. Wir wollen den Herrn mit all unsern Kräften darum bitten, dass er uns hilft, die Trennungen zu überwinden und uns die Einheit der Kirche schenkt als Zeugnis vor der Welt, damit sie glauben kann an Jesus Christus als den Herrn der einen Kirche.“

18. Januar 2009, 14:30

© 2005 - 2010 by kathnews.de    |    Impressum