Migliore: Zivilbevölkerung schützen
Bedauern über mangelnde Achtung der Würde der Menschen.
Vatikan (kathnews). Erzbischof Celestino Migliore hat als Ständiger Beobachter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen (UN) dazu aufgerufen, der unschuldigen Zivilbevölkerung im Konfliktfall besseren Schutz zu gewähren. Im Rahmen der Debatte über den „Schutz der Zivilbevölkerung bei bewaffneten Konflikten“ im UN-Sicherheitsrat am Mittwoch, 14. Januar 2009, machte der Gesandte des Heiligen Stuhls darauf aufmerksam, dass man bereits seit Jahrzehnten über dieses Problem streite. Besonders in den letzten Wochen und Monaten sei in zahlreichen Kriegen auf der Welt, beispielsweise im Irak und im Gazastreifen, die Sicherheitssituation der Bevölkerung stets schwieriger geworden.
Nach Meinung des Heiligen Stuhls gebe es drei Grundbedingungen für einen besseren Schutz der unschuldigen Bürger: den Zugang zu humanitärer Hilfe, den vorzüglichen Schutz von Frauen und Kindern sowie verstärkte Abrüstungsbestrebungen. Damit einher müsse natürlich auch ein erneuerter Einsatz im Bereich des humanitären Rechts und zielstrebiges politisches Handeln gehen.
In diesem Zusammenhang äußerte Erzbischof Migliore Bedauern darüber, dass politische bzw. militärische Motivationen oft wichtiger seien als die Achtung der Würde und der Rechte der Menschen. Beispielhaft wies Migliore auf die Deportationen von Menschen im Darfur oder die Verweigerung des Zugangs in den Gazastreifen für humanitäre Hilfe. Abschließend brachte der Erzbischof die Unterstützung des Heiligen Stuhls für die UN-Resolution bezüglich einer Vereinbarung über den Waffenhandel zum Ausdruck. Dies sei ein erster Schritt zur Schaffung eines juristischen Instruments in Fragen des Waffenhandels.
17. Januar 2009, 10:37