Unterstützung für Köhler

Bayerische Katholiken loben Rede des Bundespräsidenten.

FinanzkriseMünchen (kathnews). Bundespräsident Köhlers Rede über „Finanzmärkte im Dienst der Menschheit“, die er am 21. November in Frankfurt am Main vor Vertretern führender europäischer Bankinstitute gehalten hat, findet großen Zuspruch beim Landeskomitee der Katholiken in Bayern. Köhler mahne zu Recht eine grundlegende Erneuerung der Branche an, die nicht länger die Schuld nur bei anderen suchen dürfe, erklärte der Vorsitzende des Landeskomitees, Helmut Mangold, am Freitag, 28. November, in München. Mangold kritisierte in seiner Stellungnahme besonders einen „schleichenden Verlust aufrichtiger Bankberatung“ und fügte an, dass sich zu viele an kurzfristigen Renditen berauscht hätten.

Das Landeskomitee der Katholiken in Bayern unterstütze Köhlers Forderungen, dass auf den internationalen Finanzmärkten die staatliche Ordnungsfunktion neu definiert und durchgesetzt werden müsse, so Mangold. Gleichzeitig forderte er die Verantwortlichen auf, internationale Aufsichtsorganisationen zu schaffen und dem Internationalen Währungsfond die Wächterfunktion über die Stabilität des weltweiten Finanzsystems zu übertragen. Für die globale Wirtschaft seien Regeln notwendig, die von der ganzen Welt akzeptiert werden können, so Mangold weiter. Zugleich warnte er davor, dass eine Weltwirtschaftskrise katastrophale Auswirkungen für die ganze Welt hätte. Armut und Hunger würden dann noch viel gigantischere Ausmaße als bisher annehmen.

Das Landeskomitee der Katholiken in Bayern ist ein Zusammenschluss der Diözesanräte der bayerischen Diözesen. Es ist von der Bayerischen Bischofskonferenz als Organ zur Koordinierung des Laienapostolats anerkannt. Ferner sieht das Landeskomitee seine Aufgabe darin, Entwicklungen im gesellschaftlichen und kirchlichen Bereich zu beobachten und die Anliegen der Katholiken in der Öffentlichkeit zu vertreten. Helmut Mangold ist Vorsitzender des Landeskomitees der Katholiken in Bayern. Darüber hinaus ist er ehemaliger Leiter der Forschungsabteilung für Signalverarbeitung und Telematik des DaimlerChrysler Konzerns und Vorsitzender des Diözesanrates der Katholiken im Bistum Augsburg.

[ Benjamin Greschner ]

29. November 2008, 15:34

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