Keine Aufweichung der Sonntagsruhe

Föderation der Katholischen Familienverbände in Europa erklärt sich für den Sonntagsschutz.

EinkaufsmeileBerlin: Die Präsidentin der Föderation der Katholischen Familienverbände in Europa (FAFCE), Elisabeth Bußmann, fordert die Einbeziehung des Sonntagsschutzes in die EU-Richtlinie zur Arbeitszeitgestaltung. Über dieses Dokument berät der Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten des Europäischen Parlaments 4. und 5. November. Bußmann erklärte, der „als Liberalisierung vermarktete Aufruf zum verkaufsoffenen Sonntag ist in Wahrheit eine Einschränkung der Freiheit der Lebensgestaltung von Familien!“.

Der Sonntag sei nämlich häufig die einzige Gelegenheit für Familien, sich mit allen Mitgliedern „als ganzes“ erleben zu können. Dementsprechend sei der Sonntag mehr als nur arbeitsfreier Tag. „Wenn sich die europäische Gesellschaft vollständig unter das Diktat der Ökonomie stellt, schneidet sie sich von ihren geistigen und solidarischen Ressourcen ab und droht ihren Zusammenhalt zu verlieren“, fürchtete die FAFCE-Präsidentin.

Die Föderation der katholischen Familienverbände in Europa unterstützt insbesondere das Anliegen der “Allianzen für den freien Sonntag”, die sich in verschiedenen EU-Mitgliedsländern wie Österreich, Polen und Deutschland gegen die Aufweichung der Sonntagsruhe in Europa einsetzen. FAFCE ist vom Europarat als Nichtregierungsorganisation mit konsultativem und partizipatorischem Status anerkannt und steht in Kontakt zu verschiedenen Institutionen der Europäischen Union. Als europäischer Dachverband vertritt FAFCE Familien aus katholischer Perspektive.

31. Oktober 2008, 18:05

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