Preis “Filippas Engel” verliehen

Zum fünften Mal wurde am Freitag, 26. September 2008 auf Schloss Sayn bei Koblenz (Rheinland-Pfalz) der europäische Jugendpreis „Filippas Engel“ verliehen.

Nathanael Liminski und Marco SchreylSayn: Die im Jahr 2003 gegründete gleichnamige Stiftung ehrt alljährlich im Andenken an Prinzessin Filippa zu Sayn-Wittgenstein-Sayn Jugendliche und junge Erwachsene für herausragende Leistungen im sozialen, kulturellen oder ökologischen Bereich. Prinzessin Filippa stammt aus einem der ältesten Adelshäuser Deutschlands. Mit 21 Jahren, nur wenige Monate nach ihrer Hochzeit mit Graf Vittorio Mazzetti d’ Albertis starb sie bei einem Autounfall in England. Wenige Zeit nach diesem schrecklichen Ereignis fanden Filippas Eltern, Fürst Alexander und Fürstin Gabriela zu Sayn-Wittgenstein-Sayn, die Tagebücher ihrer verstorbenen Tochter. Die herzliche, offene und oft anrührende Art, in der Filippa ihre Gedanken, Gefühle und Empfindungen niederschrieb, waren für ihre Familie Anlass, die Tagebücher der Prinzessin als Buch herauszugeben. Von den Autorenhonoraren gründeten sie 2003 die Stiftung „Filippas Engel“, die sich seither für die Jugend Europas einsetzt.

In diesem Jahr wurden zwölf junge Menschen mit Filippas Engel ausgezeichnet und Preisgelder in Höhe von insgesamt 15.500 Euro verliehen. Es gab sechs Ehrenpreise á 500 Euro, fünf Hauptpreise á 2.500 Euro und einen Sonderpreis. Seit ihrer Gründung vor fünf Jahren hat die Stiftung damit 34 Preise im Gesamtwert von 73.000 Euro verliehen.

Unter den diesjährigen Preisträgern von „Filippas Engel“ ist auch die „Generation Benedikt“, ein Netzwerk von Jugendlichen aus aller Welt, das aus dem Weltjugendtag 2005 in Köln hervorgegangen ist. Es setzt sich für den katholischen Glauben junger Menschen und seiner vorurteilsfreien Darstellung in den Medien ein. Ziel des Netzwerkes ist es, der Kirche ein junges Gesicht zu geben und dieses angemessen in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die über 150 international engagierten Christen sind Ansprechpartner für alle jungen Glaubenssuchenden. Sie bemühen sich gemeinsam, Antworten und Überzeugungen zu finden, um diese verständlich und öffentlich vorzustellen. Dazu trägt auch die Veröffentlichung des Buches „Generation Benedikt. Lebensfragen junger Menschen – Antworten im Geist des Papstes“ bei, das mittlerweile in deutscher, polnischer uns spanischer Ausgabe verkauft worden ist. Überreicht wurde der Preis durch Filippas jüngsten Bruder, Prinz Peter zu Sayn-Wittgenstein-Sayn und Gräfin Damiana von Schönborn-Wiesentheid, an Nathanel Liminski, Sprecher des Netzwerkes und einer der Herausgeber des Buches „Generation Benedikt“.

Die weiteren Gewinner von „Filippas Engel“ kommen aus Deutschland, Österreich und Italien. Es sind junge Menschen, die Vorbildliches leisten – ganz im Sinne der Prinzessin. Ob in den brasilianischen Favelas, in Weißrussland, Kalkutta, dem Senegal oder in ihrer Heimat: Alle Preisträger zeigen durch ihren Einsatz, dass Hilfe möglich ist und sich der Einsatz für eine bessere und humanere Welt lohnt. Die Stiftungsratsvorsitzende und Mutter von Prinzessin Filippa, Fürstin Gabriela zu Sayn-Wittgenstein-Sayn, ist auch diesmal wieder beeindruckt vom selbstlosen Engagement junger Menschen: „Filippas Engel hat ein große positive Ausstrahlung. Sie wäre glücklich zu sehen, wie viele verschiedene Gesichter Engel auch heute haben. Engel sind real existierende Boten des Guten. Einige von ihnen dürfen wir gleich öffentlich auszeichnen.“ Weiter sagte die Fürstin: „Wir wollen damit auch anderen Mut machen, Engeln eine Chance zu geben!“

Auch Stiftungsrat Martin Lohmann würdigte das herausragende Engagement der jungen Menschen: „Sie, die Preisträger, sind Mutmacher. Sie sind es, die Engeln ein Gesicht geben“. Und weiter sagte Martin Lohmann in seiner Begrüßung: „Engel beschützen und helfen. Engel sind da, wenn sie gebraucht werden. Sie drängen sich nicht auf, aber auf sie ist Verlass. Ja, Filippas Engel lebt! Hier und heute. Das soll erkannt und gewürdigt werden“. Durch das Programm führte der Journalist und Moderator Marco Schreyl, ein langjähriger Freund der Fürstenfamilie.

[ Benjamin Greschner ]

2. Oktober 2008, 20:06

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