Benedikt XVI. unterstützt “Pro Reli”
„Der Religionsunterricht ist in den öffentlichen Schulen (…) ordentliches Lehrfach.“ (Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, Artikel 7, Abs. 3)
Berlin: Verfassungsgemäß wird also in der Bundesrepublik Deutschland der Religionsunterricht garantiert. Dies gilt für alle Bundesländer, ausgenommen der Stadtstaaten Bremen und Berlin. 2006 entscheidet das Berliner Abgeordnetenhaus dann sogar, dass in der Bundeshauptstadt fortan verpflichtend Ethik unterricht wird. Das Aus für den konfessionellen Religionsunterricht an Berliner Schulen? Nicht wenn es nach den Mitgliedern und Unterstützern der Initiative „Pro Reli e.V.“ geht. „Ein Zwangsfach Ethik für alle bedeutet Bevormundung“, heißt es auf deren Internetseite. Durch ein Volksbegehren beabsichtigen die Befürworter des Religionsunterrichtes dessen Einführung als ordentliches Lehrfach an Berliner Schulen, wie es die bundesdeutsche Verfassung eigentlich vorsieht.
Nun waren zwei Vertreter der Berliner Initiative „Pro Reli e.V.“ zu Gast bei Papst Benedikt XVI. Friedbert Pflüger, ehemaliger Fraktionsvorsitzender der CDU und Martin Lindner, Fraktionschef der Liberalen im Berliner Abgeordnetenhaus, trafen im Rahmen der Generalaudienz am Mittwoch, 1. Oktober 2008 mit dem Heiligen Vater zusammen. Der Pontifex würdigte das Engagement der Vereinigung „Pro Reli“ als eine „sehr wichtige Initiative“ und bekräftigte, dass er dem Volksentscheid „alles Gute“ wünsche.
Um einen entsprechenden Volksentscheid über das Wahlpflichtfach Religion zu erreichen, müssen die Initiatoren der Aktion „Pro Reli“ bis zum 21. Januar 2009 170 000 Unterschriften sammeln.
2. Oktober 2008, 23:33