Kirchenrecht

Papst Franziskus hat die Beweiskriterien nicht geändert

Ehenichtigkeitsverfahren sind durch das Motu Proprio „Mitis Iudex Dominus Iesus“ von Papst Franziskus zwar vereinfacht worden, an den Beweisvorgaben hat sich aber nichts geändert. Eine kirchenrechtliche Klarstellung von Dr. iur. can. Gero P. Weishaupt.
Erstellt von Gero P. Weishaupt am 20. Februar 2017 um 14:26 Uhr

„Amoris laetitia“ – Hermeneutik der Reform in Kontinuität: Am vergangenen Samstag berichtete die „Die Tagespost“, dass der Erzbischof von Baltimore, William E. Lori,  in seinen diözesanen Richtlinien zur Anwendung von „Amoris laetitia“ die Seelsorger aufrief, das nachsynodale Schreiben von Papst Franziskus im Einklang mit dem bisherigen Lehramt, d.h. vor allem mit „Familiaris Consortio“, „Veritatis Splendor“ […]

Nach „Amoris laetitia“ ist vor „Amoris laetitia“

Kardinal Coccopalmerio: „Amoris laetitia“ respektiert die Lehre. Ein Kommentar von Dr. iur. can Gero P. Weishaupt.
Erstellt von kathnews-Redaktion am 14. Februar 2017 um 16:43 Uhr
Petersplatz mit Gero P. Weishaupt

Kommentar von Dr. iur. can. Gero P. Weishaupt: Rom (kathnews). Radio Vatikan berichtet heute über ein von Kardinal Francesco Coccopalmerio veröffentlichtes Buch, in dem der Präsident des Päpstlichen Rates für die Gesetzestexte sich dem achten Kapitel des nachsynodalen Schreibens „Amoris laetitia“ annimmt. Besondere Autorität Auch wenn es sich bei dem nun veröffentlichen Buch des Präsidenten […]

Wiederverheiratete Geschiedene dürfen nicht zur Kommunion zugelassen werden

„Amoris laetitia” hebt can. 915 CIC/1983 nicht auf. Päpstlicher Rat für die Gesetzestexte nennt Bedingungen für die Nichtzulassung.
Erstellt von Gero P. Weishaupt am 10. Februar 2017 um 16:46 Uhr
Kelch

Von Dr. iur. can. Gero P. Weishaupt: Das päpstliche Schreiben “Amoris laetitia” enthält keinerlei rechtliche Regelung. Darum findet sich dort keine Bestimmung, nach der geltendes Kirchenrecht geändert wird. Denn „Amoris laetitia“ ist von seinem Selbstverständnis her kein Rechtstext. Es will vielmehr unveränderliche moralische Prinzipien einer pastoralen Lösung zuführen, wobei es immer die zahllosen Unterschiede konkreter […]

Deutsche Bischöfe: Dienst der Ehegerichte in Anspruch nehmen

Nur wenn eine Ehe auf gerichtlichem Weg nicht annulliert werden kann, sollen die betroffenen Eheleute sich an den Seelsorger wenden.
Erstellt von Gero P. Weishaupt am 2. Februar 2017 um 17:05 Uhr
Bischöfe

Von Dr. Gero P. Weishaupt: Die deutschen Bischöfe haben Stellung genommen zum päpstlichen Schreiben Amoris laetitia in ihrem „Wort zu erneuerten Ehe- und Familienpastoral im Licht von Amoris laetitia“, das sie am 1. Februar 2017 veröffentlicht haben. Darin thematisieren sie die Intensivierung der Ehevorbereitung, die Verstärkung der Ehebegleitung, die Unterstützung der Familien und das Verhalten gegenüber […]

Laien haben nicht ein Recht zur Kommunionspendung

Der außerordentliche Dienst des Kommunionshelfers ist nicht mit der Forderung des Zweiten Vatikanischen Konzils nach aktiver Teilnahme der Gläubigen zu begründen. Ein Kommentar von Gero P. Weishaupt.
Erstellt von kathnews-Redaktion am 27. Januar 2017 um 20:16 Uhr
Weihbischof Athanasius Schneider

Kommentar von Dr. iur. can. Gero P. Weishaupt: Das katholische Internetportal „katholisch.de“ veröffentlichte am 27.1.2017 einen Artikel über den „außerordentlichen Dienst“ des Spenders der heiligen Kommunion. Obwohl der Beitrag ganz richtig die Außerordentlichkeit dieses Dienstes betonte – außerordentlich in dem Sinne, dass die Kommunionspendung durch Laien nur dann möglich ist, wenn es an Klerikern mangelt […]

„Außerordentlich“ heißt nicht „ausnahmsweise“

Eine kirchenrechtliche Klarstellung bezüglich des Verhältnisses von außerordentlicher und ordentlicher Form des Römischen Ritus von Dr. Gero P. Weishaupt.
Erstellt von Gero P. Weishaupt am 3. Dezember 2016 um 12:50 Uhr

Von Dr. Gero P. Weishaupt: Einführung: „Kardinal Burke verteidigt außerodentliche Messe.“ So titelte das katholische Interneportal kath.net unter Berufung auf ein Interview, das der Kardinal mit der italienischen Webseite La Fede Quotidiana geführt hatte. Die außerordentliche Form des römischen Messritus sei keine Ausnahme, sondern mit der ordentlichen Form gleichrangig, stellte der Kardinal heraus. Anlass für die […]

Kann der Dekan der Rota die Kardinalswürde entziehen?

Was sagt das Kirchenrecht? Ein Kommentar von Dr. Gero P. Weishaupt.
Erstellt von Gero P. Weishaupt am 30. November 2016 um 13:09 Uhr
Petersplatz mit Gero P. Weishaupt

Laut dem katholischen Internetportal kath.net soll der Dekan der Römischen Rota, Msgr. Pio Pinto, bei einem Vortrag in Spanien den Kardinälen Burke, Brandmüller, Caffarra und Meisner gedroht haben, „dass diese wegen der öffentlichen Kritik an „Amoris Laetitia“ die Kardinalswürde verlieren könnten. Pinto behauptet laut Medienberichten sogar, dass für den Entzug der Kardinalswürde dafür nicht einmal […]

Neue Eheprozessnormen setzen hohes Ethos des Richters voraus

Interview mit dem Kirchenrechtler Dr. Gero P. Weishaupt über das jüngste Motu Proprio von Papst Franziskus.
Erstellt von kathnews-Redaktion am 2. Oktober 2015 um 15:54 Uhr

Jüngst hat Papst Franziskus die beiden Motu proprio „Mitis Iudex Dominus Iesus“ (Der milde Richter und Herr Jesus) und „Mitis et misericors Iesus“ (Der milde und barmherzige Jesus) erlassen. Damit soll die Annullierung von Ehen nun beschleunigt werden. Kathnews sprach mit dem Kirchenrechtler und Redakteur Hw. Dr. iur. can. Gero P. Weishaupt über die aktuelle […]

Ehenichtigkeitsverfahren künftig kostenlos?

Papst läßt prüfen, ob Ehenichtigkeitsverfahren zukünftig kostenlos werden könnten.
Erstellt von Katholische Nachrichten-Agentur am 7. November 2014 um 09:58 Uhr
Petersdom

Vatikan (kathnews/KNA). Papst Franziskus lässt prüfen, ob Ehenichtigkeitsverfahren an Kirchengerichten künftig nicht nur schneller, sondern auch gratis sein können. Das sagte Franziskus laut Radio Vatikan vor einer Gruppe von Kirchenrechtlern. Die Fachleute nehmen in diesen Tagen an einem Kurs des zuständigen Vatikangerichts, der Rota Romana, über Nichtigkeitsverfahren teil. Bei der Familiensynode im Oktober im Vatikan […]

Gerechter Umgang mit Tätern des sexuellen Missbrauchs

Bischof Ackermann gegen starre Nulltoleranz.
Erstellt von Gero P. Weishaupt am 31. Mai 2014 um 14:07 Uhr
Dr. Gero P. Weishaupt

Ein Kommentar von Dr. iur. can. Gero P. Weishaupt. Der Trierer Bischof Stephan Ackermann sprach sich auf dem Katholikentag in Regensburg gegen eine starre Nulltoleranz bei der kirchlichen Bestrafung von Missbrauchstätern aus. Sie hätten wie alle Straftäter einen Anspruch auf ein gerechtes Urteil, sagte der Missbrauchsbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz laut Medien gestern in Regensburg. Nicht […]