Bundestag diskutiert über „Ehe für alle“

Eingetragene Lebenspartnerschaft reicht Grünen nicht mehr aus.
Erstellt von Katholische Nachrichten-Agentur am 10. Juni 2015 um 19:32 Uhr

Berlin (kathnews/KNA). Am Donnerstag befasst sich der Bundestag in einer Aktuellen Stunde mit der „Ehe für alle“. Einen entsprechenden Antrag brachten die Grünen am Mittwoch ein. Es sei eine Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer sexuellen Identität, dass gleichgeschlechtlichen Paaren in Deutschland bis heute die Ehe verwehrt werde, heißt es in dem Gesetzentwurf. Trotz der Einführung der eingetragenen Lebenspartnerschaft seien gleichgeschlechtliche Paare in vielen Rechtsbereichen noch immer gegenüber der Ehe benachteiligt. Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter sagte „tagesschau.de“, alles andere als Gleichberechtigung sei Diskriminierung. „Deshalb wollen wir das Eheverbot für Homosexuelle abschaffen und die Ehe für alle öffnen.“ Deutschland sei längst eines der westeuropäischen Schlusslichter, so Hofreiter. Am Freitag berät der Bundesrat einen Antrag der Landesregierungen Niedersachsens und Thüringens zur Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare. Unterstützt wird die Initiative auch von den rot-grün regierten Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein, sowie vom rot-rot regierten Brandenburg.

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