Bischof Algermissen kritisiert den Genderismus

Oberhirte von Fulda hält ZdK-Erklärung für „destruktiv”.
Erstellt von Felizitas Küble am 5. August 2015 um 08:01 Uhr
Hochzeitsbank

Fulda (kathnews/CF/freiewelt.net). Auf dem Kongreß „Freude am Glauben” – veranstaltet vom Forum Deutscher Katholiken – fand Bischof Heinz Josef Algermissen klare Worte gegen die Leugnung bzw. Gleichmacherei von Geschlechts­unterschieden. Die Gender-Ideologie sei wider der Natur und widerspreche den katholischen Werten von Ehe und Familie, erklärte der Oberhirte von Fulda. Er verurteilte in der Eröffnungsmesse des 15. Kongresses die Ideologie des Gender-Mainstreaming als einen Irrtum, welcher der Wirklichkeit und Integrität der menschlichen Natur völlig entgegenstehe. Jene Politiker, welche den Genderismus verbreiten, ließen nicht locker, so der Bischof, die substantiellen Unterschiede zwischen den Geschlechtern aufzulösen. Dieses bedrohe das christlich-jüdische Werte- und Menschenbild auf dramatische Weise, betonte Algermissen in seiner Predigt in Fulda im Rahmen des Kongresses, der unter dem Leitwort »Ehe und Familie – gottgewollter Auftrag und Weg zum Glück« stand.

Der Fuldaer Bischof richtete an die 1.500 Menschen den dringenden Appell, die Fundamente des katholischen Verständnisses von Ehe und Familie in positiver Weise neu zu verdeutlichen. Eine im Mai vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) vorgelegte Erklärung bezeichnete er als destruktiv für die kirchliche Lehre, obgleich sie vorgebe, zwischen Lehre und Lebenswelt Brücken bauen zu wollen.

Foto: Hochzeitsbank – Bildquelle: Alexander Hauk / www.bayern-nachrichten.de