Als ein Vöglein vom Hochalter aufstieg

Papst Benedikt XVI. em. feiert heute den 65. Jahrestag seiner Priesterweihe. Kathnews gratuliert.
Erstellt von kathnews-Redaktion am 28. Juni 2016 um 22:00 Uhr
Papst Benedikt XVI.

Am 29. Juni 1951 empfingen Papst Benedikt XVI. em/ Joseph Ratzinger und sein Bruder, Prälat Georg Ratzinger, der spätere Domkapellmeister am Hohen Dom zu Regensburg, die Priesterweihe. Die Redaktion von Kathnews und alle Mitarbeiter wünschen dem Jubilar und seinem Bruder die herzlichsten Glück- und Segenswünsche zum eisernen Priesterjubiläum.

Im Zusammenhang mit dem Weltjugendtag in Köln 2005 haben sich einige engagierte junge Menschen entschlossen, ein katholisches, romtreues Internetportal zu gründen. Kathnews weiß sich daher Papst Benedikt XVI. und seinem Lehramt, insbesondere seinen Aussagen in seiner denkwürdigen Ansprache an die Römische Kurie am 22. Dezember 2005 über das Zweite Vatikanische Konzil und dessen Hermeneutik der „Reform in Kontinuität“, seiner Lehre über die Einheit von Glaube und Vernunft (vgl. u.a. die „Regensburger Rede“ vom 12. September 2006 ), seinen Aussagen über Existenz, Bedeutung und Notwendigkeit des Naturrechts (vgl. seine Rede vor dem Deutschen Bundestag in Berlin am  22. September 2011) besonders verpflichtet. Dankbar ist Kathnews für die „Weichenstellung“ im Heiligungsdienst der Kirche, die Papst Benedikt XVI. mit der allgemeinen (bis dahin nur beschränkten) Zulassung der klassischen Liturgie nach den liturgischen Büchern von 1962 als der sogenannten außerordentlichen Form des einen Römischen Ritus durch das Motu Proprio Summorm Pontificum vom 7. Juli 2007 vollzogen hat. Nicht zuletzt dankt Kathnews Benedikt XVI. für sein unentwegtes Bemühen um eine vollkommene – kanonische – Einheit der Piusbruderschaft mit dem Apostolischen Stuhl, die, wie es aussieht, sein Nachfolger, Papst Franziskus, vollenden wird.

 „Aus meinem Leben. Erinnerungen“

In seiner Autobiographie „Aus meinem Leben. Erinnerungen“ von 1997 schreibt der Papst über den Tag seiner Priesterweihe:

„Mein Bruder, der mit mir auf dem Weg zum Priestertum war, nahm mir – soweit es nur irgend ging – die praktischen Vorbereitungsarbeiten für die Zeit von Priestweihe und Primiz ab … . Ich war glücklich, als ich endlich von dieser schönen, aber drückenden Last (gemeint ist die Fertigstellung des von der Schwester Maria „in mustergültiger Weise“ erstellten Reinschift des Manuskriptes für die Doktorarbeit) frei war und mich wenigstens die letzten zwei Monate ganz der Vorbereitung auf den großen Schritt widmen konnte: die Priesterweihe, die uns Kardinal Faulhaber im Dom zu Freising am Peter- und Paulstag 1951 spendete.

Wir waren über vierzig Kandidaten, die auf den Aufruf hin ‚Adsum‘ sagten: Ich bin da – an einem strahlenden Sommertag, der als Höhepunkt des Lebens unvergeßlich bleibt. Man soll nicht abergläubisch sein. Aber als in dem Augenblick, in dem der greise Erzbischof mir die Hände auflegte, ein Vöglein – vielleicht eine Lerche – vom Hochaltar in den Dom aufstieg und ein kleines Jubellied trällerte, war es mir doch wie ein Zuspruch von oben: Es ist gut so; du bist auf dem rechten Weg.“

Foto: Papst Benedikt XVI.- Bildquelle: Fabio Pozzebom/ABr