700 Gläubige auf dem ältesten Kreuzweg Deutschlands

Hamburger Erzbischof Heße besucht ökumenischen Lübecker Kreuzweg.
Erstellt von kathnews-Redaktion am 19. April 2019 um 18:12 Uhr
Kreuzigung Christi

Lübeck (kathnews/hl-live.de). Am Karfreitag zogen rund 700 Gläubige auf dem Kreuzweg von St. Jakobi zum Jersualemsberg. Die evangelische und die katholische Kirche hatten gemeinsam eingeladen. Das Thema in diesem Jahr: „Was die Welt zusammenhält.“ Der Kreuzweg verbindet inzwischen nicht nur die christlichen Religionen in Lübeck, sondern auch die Politik. So gab es Ansprachen von Bürgermeister Jan Lindenau und dem ehemaligen Ministerpräsidenten Björn Engholm. Gemeinsam gingen die Bundestagsabgeordnete Prof. Dr. Claudia Schmidtke, die Landtagsabgeordnete Anette Röttger und viele Mitglieder der Bürgerschaft den Weg.

Björn Engholm erinnerte an die Holstentor-Inschrift „Concordia Domi Foris Pax – drinnen Eintracht, draußen Friede“: „Viele große Staatsmänner bedienten sich dieses Zitates. Im inneren können wir alles etwas zum äußern Frieden beitragen. Die Alten können den Jungen helfen, die Jungen die Alten respektieren, Frauen und Männer gleichberechtig existieren, die Gesunden den Kranken beistehen und die Begüterten den weniger Begüterten helfen. Alle miteinander können wir achtsam miteinander umgehen und täglich kleine Dinge tun, für eine bessere Welt.“*

Der Lübecker Kreuzweg wurde 1493 auf Wunsch des Kaufmanns Hinrich Konstin angelegt und gilt damit als der Älteste in Deutschland. Nach der Reformation geriet der Kreuzweg in Vergessenheit, erst 1994 entdeckte ihn der katholische Lübecker Propst Helmut Siepenkort per Zufall wieder und belebte die Tradition neu.

Textquelle: hl-live.de

Foto: Kreuzigung Christi – Bildquelle: Manuel Gómez