10 Jahre „Summorum Pontificum“

Pfarrer Dr. Guido Rodheudt blickte in der „Tagespost“ auf seine Erfahrungen mit der Umsetzung des Motu Proprios von Papst Benedikt XVI. in seiner Pfarrei am Nordrand Aachens zurück.
Erstellt von Gero P. Weishaupt am 7. Juli 2017 um 11:52 Uhr
Pfr. Dr. Guido Rodheudt - Liturgische Tagung

Von Gero P. Weishaupt:

Aachen/Herzogenrath (kathnews). Dr. Guido Rodheudt, Priester des Bistums Aachen und Pfarrer einer „Gemeinschaft dreier Gemeinden“ in Herzogenrath an der deutsch-niederländischen Grenze im Norden Aachens, war einer der ersten amtierenden Pfarrer, die das Motu Proprio „Summorum Pontificum“ in seinen Gemeinden tatkräftig und mit pastoraler Klugheit umsetzte. Papst Benedikt XVI. hatte heute vor 10 Jahren, am 7. Juli 2007, das Motu Proprio promulgiert. Nach dem Inkrafttreten des Rechtstextes am 14. September 2007, veranstaltete der Geistliche aus dem Bistum Aachen mehrere liturgische Schulungen für interessierte Priester und Seminaristen in seiner Pfarrei. Über Aachens Grenzen hinaus machte Pfr. Rodheudt sich einen Namen als Mitveranstalter der „Liturgischen Tagung“, für die er Räumlichkeiten in seiner Pfarrei großzügig zur Verfügung stellt und in der die Feier der klassischen römischen Messe in den beiden Zentralkirchen Herzogenraths sowie in der altehrwürdigen Abteikirche „Rolduc“ im benachbarten Kerkrade auf der niederländischen Seite liturgische Höhepunkte darstellen.

Zehn Jahre nach der Veröffentlichung des für die liturgische Entwicklung nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil weichenstellenden Motu Proprios Papst Bededikts XVI. blickte der gebürtige Aachener Pfr. Dr. Rodheudt in der letzten Dienstagausgabe der „Tagespost“ auf seine Erfahrungen mit der Umsetzung des Motu Proprio  in seiner Pfarrei zurück und berichtete, wie „Summorum Pontificum“ Herzogenrath liturgisch bereicherte. Am Schluss resümiert er:

„Die Befreiung des alten Ritus aus seiner jahrzehntelangen Verbannung und Stigmatisierung hat die traditionelle Liturgie im Empfinden der Gläubigen meiner Pfarrei aus dem Kontext kirchenpolitischer Positionsbestimmungen befreit.  … Die „alte Messe“ ist fester Bestandteil des sakramentalen und liturgischen Lebens meiner Pfarrei. Sie ist weder Nostalgie noch Museumsstück. Und sie ist eben keine alte Messe! … Jenseits allen Streites und aller Strategien hat die „Alte Messe“ ihre stille aber tiefe Wirkung entfaltet. … Die „alte Messe“ hat, besonders durch ihre feierlicher Form der Zelebration und durch die unaufgeregte Beständigkeit ihres Daseins als archaischer Zeuge dessen, was Liturgie vor, während und nach dem Zweiten Vatikanum nach dem Willen der Kirche war und ist, das Ghetto verlassen. Sie ist wieder da und sie wird da bleiben. Weil sie die Herzen von Priestern und Gläubigen berührt und auf eine besondere Weise zu Gott führt.“ (Tagespost).

Hier zum Beitrag in der „Tagespost“

Foto: Pfr. Dr. Guido Rodheudt – Bildquelle: Kathnews